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Der Soundtrack zu Amour Fantastique

Was wäre Schreiben ohne Musik? Für mich kaum vorstellbar! Und so hatte ich auch beim Schreiben von “Amour Fantastique – Hüterin der Zeilen” einen Soundtrack auf den Ohren, der die Stimmung des Buches mitgeprägt hat.

Folgende Titel liefen in Dauerschleife, während ich den Roman Anfang des Jahres geschrieben habe:

Sia – Helium / Living out Loud / Angel by the Wings / Never Give Up

Philipp Poisel – Erkläre mir die Liebe / Bis ans Ende der Hölle / Roman

Joris – Im Schneckenhaus / Hoffnungslos Hoffnungsvoll / Feuerwerk / Sommerregen

Ed Sheeran – Castle on the Hill / Shape of You

Birdy – Beautiful Birds

Frida Gold – Langsam

Max Prosa – Die Phantasie wird siegen

Am meisten hat es mir Sia angetan, und das nicht zum ersten Mal. Ihre Songs motivieren mich einfach am besten und scheinen irgendwie immer ganz gut zu meinen Geschichten zu passen :-)

 

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Von Überfall-Ideen und Schreibmagie

Ich schreibe jetzt schon seit fast sechs Jahren an meinen Geschichten und trotzdem schaffen sie es immer wieder, mich zu überraschen …

So ist das zum Beispiel mit den Geschichten, die mich ab und zu überfallartig erschlagen. Diese Ideen, die plötzlich aufblitzen und dann einfach nicht mehr abzuschütteln sind, obwohl man gerade keine Zeit für sie hat (denn man schreibt ja bereits parallel an drei verschiedenen Manuskripten…). Manche von ihnen sind so hartnäckig, dass jeder Widerstand zwecklos ist. Mit einer solchen Idee habe ich es gerade zu tun. Da liest man nichtsahnend eine Schlagzeile auf einer Nachrichtenseite und schon hat man eine ganze Story im Kopf, samt Schauplatz, Protagonisten, Plot und Atmosphäre. Als sei diese Geschichte schon die ganze Zeit lang unbemerkt durch die Luft geschwirrt und habe sich plötzlich auf meiner Nasenspitze abgesetzt, damit ich sie endlich aufschreibe. Und wenn sie schon so  in ihrer vollkommenen Schönheit vor mir liegt, kann ich sie natürlich nicht ignorieren! Schwups, sind die ersten Seiten geschrieben und es fühlt sich seit dem ersten Satz so an, als kennen wir uns schon unser Leben lang.

Magie, dieses Schreiben.

Die beiden Kinderbücher und das angefangene Romantasy-Projekt quengeln zwar in ihren Desktop-Ordnern, aber da kann man nichts machen. Außer ein paar Schreib-Überstunden. Derzeit arbeite ich also parallel an vier verschiedenen Projekten – mehr oder weniger erfolgreich ;-) Ich hoffe, euch nächstes Jahr mehr darüber erzählen zu können! Mal sehen, welches Manuskript sich dann durchsetzen konnte :-)

Neues Interview

Anne von der Facebook-Seite Büchereule hat ein Interview mit mir geführt und unter anderem gefragt, welche Berufswünsche ich als Kind und Jugendliche hatte, welche Szene aus “Dunkelherz” mir am meisten Spaß gemacht hat und ob ich als Autorin auch Phasen habe, in denen ich an meinen Texten verzweifle. Die Antworten könnt ihr hier nachlesen: Interview Büchereule.

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Selfpublishing – eine Zwischenbilanz

Im März habe ich “Dunkelherz” als Selfpublisherin veröffentlicht, nun erscheint es als “Dunkelherz – Welt in Scherben” beim wundervollen Drachenmond Verlag. Zeit also, ein kleines Zwischenfazit zum Thema Selfpublishing zu ziehen.

Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, Dunkelherz selbst zu veröffentlichen. Es war aufregend, ein eigenes Cover zu meiner Geschichte zu entwerfen, einen Klappentext zu schreiben, ein eBook und Taschenbuch zu setzen, zu beobachten, wie es das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Es war auch sehr berührend, die ersten Leserrückmeldungen zu bekommen. Mit mir vorher fremden Menschen bei Leserunden oder auf Facebook über Ava und Karim zu sprechen. Schließlich haben vorher nur meine engsten Freunde und Literaturagenten meine Texte zu sehen bekommen. Es war ein sehr befreiender Schritt, damit endlich an die Öffentlichkeit zu gehen und ich bin heute sehr froh, diesen Schritt gewagt zu haben, denn er hat mich unheimlich weitergebracht.

Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass das Veröffentlichen eines Romans kein Selbstläufer ist. Es gibt mittlerweile so viele tolle, professionelle Neuerscheinungen im Selfpublishing-Bereich, dass es als unbekannter Autor nicht leicht ist, aus der Masse an eBooks herauszustechen. Das “Gesehen werden” gestaltete sich als besonders schwierig, vor allem wenn man wie ich nicht in einem Genre veröffentlicht, das als Selfpublisher besonders gut läuft (Liebesromane, Erotik und Thriller haben wohl die besten Chancen). Ich habe dennoch dafür gekämpft, Dunkelherz ein wenig bekannter zu machen, und ja – es hat auch riesigen Spaß gemacht, sich immer wieder neue Ideen einfallen zu lassen, diesen Blog und eine Facebookseite zu betreiben, Leserunden zu organisieren etc. Doch das alles frisst kostbare Schreibzeit, genauso wie das stundenlange Setzen eines Textes, die Arbeiten an einem Cover, die ganze Einarbeitung in die technischen Details einer eBook-Erstellung. Es war toll, das alles durchlebt und diese Erfahrungen gesammelt zu haben, doch ich weiß es jetzt wirklich sehr zu schätzen, mit einem Verlag zusammenzuarbeiten, der all die verlegerischen Aufgaben übernimmt, sodass ich mich nun wieder mehr auf meine Romane, vor allem auf Teil 2 von Dunkelherz, konzentrieren kann.

Nicht zu verachten ist auch, dass man als Selfpublisher, der halbwegs professionell auftreten will, immer in Vorleistung geht, denn man muss ein Cover, ein Korrektorat oder gar Lektorat, eventuell auch Werbung finanzieren, ohne vorher zu wissen, ob man das Geld durch die Verkäufe jemals wieder reinholt. Dafür bekommt man einen Großteil der Gewinne und behält die komplette Kontrolle über sein Werk, ist völlig frei bei der Coverwahl, kann den Preis selbst festlegen etc. Und ein großer Vorteil ist natürlich: Die eigenen Manuskripte müssen nicht in der Schublade verstauben, sondern können ihre Leser finden. Schließlich sind die Programmplätze der Verlage begrenzt – Selfpublishing schafft also ganz neue Chancen und Möglichkeiten.

Ich selbst habe das eBook über Amazon Kindle Direct Publishing (KDP) und über neobooks veröffentlicht, somit war es in allen gängigen Onlineshops verfügbar. Ich muss aber sagen, dass 95 % der eBooks über Amazon verkauft wurden, dort empfand ich die Verkaufs- und Tantiemenübersicht auch als wesentlich autorenfreundlicher und transparenter als bei neobooks, zudem bleibt dort mehr vom Gewinn beim Autor hängen. Beim Taschenbuch hatte ich mich für BoD entschieden und war sehr zufrieden mit der Qualität der Bücher. Der größte Nachteil ist wohl die Vertragslaufzeit von einem Jahr, aus der man nur gegen die Zahlung von zurzeit 149 € wieder rauskommt. Ein großer Vorteil war für mich, dass die BoD-Bücher bei Großbuchhändlern gelistet sind, somit auch von Buchhändlern abseits von Amazon bestellt werden können. Mein Traum, Dunkelherz in einigen Buchhandlungen unterzubringen, scheiterte allerdings recht schnell, denn die interessierten Buchhändler wollten den Roman nur direkt bei mir auf Kommission bestellen, sodass ich die Bücher selbst erstmal bei BoD hätte kaufen müssen – da hätte ich am Ende ein dickes Minus gemacht.

Ich kann nach meinen Erfahrungen nicht sagen, welcher Weg der bessere ist. Ich weiß nur, dass Dunkelherz niemals zum Drachenmond Verlag gefunden hätte, hätte ich es nicht zuvor selbst veröffentlicht. Deswegen war es eine gute Entscheidung, diesen Weg zu gehen. Ich werde aber auch bei zukünftigen Manuskripten immer erst nach einem Verlag suchen, bevor ich mich erneut ins Selfpublishing stürze. Aber wer weiß, vielleicht sehne ich mich irgendwann nach dem vielen Schreiben auch mal wieder danach, ein Buch zu setzen oder eine Idee für ein Cover zu entwickeln und das Abenteuer zu wagen ;-)

 

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Das seltsame Leben eines Schreiberlings

Autor zu sein ist eine seltsame Sache. Jeder, der mit einem zusammenleben muss, weiß das. Autoren machen seltsame Dinge. Sie gestalten ihren Alltag anders als Menschen, die nicht unter dieser seltsamen Schreibsucht leiden. Da wäre zum einen diese Marotte, den halben Tag vornübergebeugt vor dem Laptop oder Computer zu sitzen und wie wild in die Tasten zu hauen. Draußen scheint die Sonne, alle Welt trifft sich im Biergarten oder am See – und was tut die Autorin? Verzieht sich in ihr Geschichtenreich und lässt den Sommer Sommer sein. Im Manuskript herrscht gerade schließlich Winter. Die Protagonisten müssen frieren. Sonne und Schwimmbad sind nicht zuträglich für die Inspiration. Also Rollläden runter und Tee gekocht. Und schon fließen die Worte.

Wer sich in Ruhe mit einem Autoren unterhalten will, muss darauf hoffen, dass dieser nicht gerade in Gedanken seine Geschichte weiterspinnt. Denn plötzliche Ideenschübe können dazu führen, dass sich Autoren aus dem Gespräch ausklinken und bloß noch pseudomäßig nicken, wenn der Gegenüber eine Gesprächspause einlegt. Oder aber sie springen mitten im Blockbuster von der Couch, weil sie unbedingt etwas notieren müssen.

Ein Autor sitzt selten alleine am Abendbrot-Tisch. Da sind schließlich noch Julia und Roman, die beiden Protagonisten, die sich einfach nicht küssen wollen, obwohl der Plot das doch vorsieht. Oder der Bösewicht, der einen oberhinterhältigen Hinterhalt plant, aber wie soll dieser konkret umgesetzt werden? Fragen über Fragen. Die Arbeit schläft nie. Geschichten haben keinen Ausschalter. Manchmal verlangen sie nach einer Nachtschicht.

Das Schreiben ist eine sehr einsame Angelegenheit. Auf der anderen Seite kann es den Schreibenden geradezu in drogenartige Flow-Zustände versetzen. Wer den Anblick eines Autores im Schreibrausch gewohnt ist, zuckt wahrscheinlich nur noch mit den Schultern, jeder andere denkt, diese Person hat Fieber, ist vom Teufel besessen. Manchmal, besonders wenn es auf das Ende eines Manuskripts zugeht, wären Autoren auch gut beraten, sich morgens etwas anzuziehen und nicht den ganzen Tag im Schlafanzug auf dem Sofa zu verbringen. Oder zu duschen. Oder aus dem Haus zu gehen. Frische Luft ist schließlich nicht zu unterschätzen. Manche Autoren reagieren auf diese Anmerkungen allerdings gerne mit unfreundlichem Kopfschütteln: “Pssst! Ich stecke grade mitten in der Schlacht! Und der verdammte Rabe bringt gerade die Nachricht, dass …” Selbstgespräche. Vielleicht auch ein oft gesehenes Autorenphänomen?

Gibt es überhaupt noch eine Steigerung dieser Schreibsuchtkrankheit? Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Ja. Die Veröffentlichungskrankheit kann bei Weitem schlimmer sein. Wenn ein Autor minütlich seinen Amazon-Verkaufsrang aktualisiert, bei jeder positiven Rezension jubelnd durch die Wohnung springt oder in tiefe Depressionen verfällt, wenn er merkt, dass die Welt vielleicht nicht gerade auf sein ach so tolles Werk gewartet hat. Das ist Weltuntergang. Und irgendwie auch Antrieb: Für den nächsten weltbewegenden Roman.

Das Schreiben kann von vorne beginnen. Denn nach dem Roman ist schließlich vor dem Roman. Und ein Schreiberling liebt sein seltsames Leben.

Interview zu Dunkelherz

Diesmal wurde ich selbst interviewt: Lest auf Selection Books – Nalas Bücherblog, wie ich auf die Idee kam, die Gefühle lebendig werden zu lassen, wer meine literarischen Vorbilder sind und wie es in Teil II der Herz-Trilogie weitergehen wird. Außerdem könnt ihr hören, welche Songs mich beim Schreiben von “Dunkelherz” inspiriert haben und einige Orte des Herzens sind auch zu sehen – live und in Farbe!

Hier geht’s zum Interview!